Republik Kongo – Brazzaville und der Unterschied zur Demokratischen Republik Kongo
0 Comments Published Oktober 15th, 2010 in Andere DestinationenDie Republik Kongo ist ein zentralafrikanischer Staat an der Westküste Afrikas. Das Land ist mit einer Fläche von 342.000 km² nur etwas kleiner als die Bundesrepublik Deutschland, hat derzeit aber lediglich rund 4 Millionen Einwohner. Etwa ein Viertel davon leben in der Hauptstadt Brazzaville. Amtssprache in der Republik Kongo ist Französisch. Nachbarstaaten des Landes sind Gabun, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik und die Demokratische Republik Kongo.
Gegründet wurde der Staat am 15. August 1960, als die ehemalige französische Kolonie ihre Unabhängigkeit erlangte. 1969 wurde das Land unter dem Namen Volksrepublik Kongo, der erste kommunistische Staat Afrikas. Mit der Auflösung des Ostblocks schwand auch im Kongo die Macht der sozialistischen Machthaber, so dass das Land seit 1991 wieder den Namen Republik Kongo trägt. Heute hat selbige die Staatsform einer Präsidialrepublik unter dem Staatsoberhaupt und Präsident Denis Sassou-Nguesso.
In Europa wird die Republik Kongo, die im Volksmund häufig auch Kongo-Brazzaville genannt wird, oft mit der Demokratischen Republik Kongo verwechselt. Deren Hauptstadt Kinshasa liegt direkt gegenüber von Brazzaville am Ufer des Pool Malebo, einer seeartigen Erweiterung des Flusses Kongo. Die Demokratische Republik Kongo ist mit rund 70 Millionen Einwohnern erheblich größer als sein Nachbarland. Bis 1997 war der Staat unter dem Namen Zaire bekannt. Der historische Grund für die Trennung der Republik Kongo und der DR Kongo liegt in den unterschiedlichen Kolonialherren, die bis 1960 über das Gebiet der zwei Staaten bestimmten. Während die Republik Kongo unter französischer Kolonialherrschaft stand, erlangte die DR Kongo ihre Unabhängigkeit von Belgien.
Die Sicherheitslage in der Republik Kongo hat sich zwar in den letzten Jahren verbessert, dennoch bestehen seitens des Auswärtigen Amtes noch vereinzelt Reisewarnungen für einige Gebiete. Auch herrscht in bestimmten Stadtteilen der Großstädte Brazzaville und Pointe Noire eine hohe Kriminalitätsrate. Außerdem ist die touristische Infrastruktur in einem schlechten Zustand.
Wer sich trotz der widrigen Umstände für eine Reise in die Republik Kongo entscheidet, wird mit wunderschönen, teilweise unberührten Naturlandschaften entschädigt. Das Land kann für europäische Touristen, die ein weniger konventionelles Reiseziel suchen, also durchaus eine attraktive Alternative darstellen.
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